Abschiednahme (20.06.22)
Yooo, was geht?
Ich habe etwas überlegt und mache die Seite jetzt wirklich öffentlich. Fuck it, sonst hört ja niemand mehr was von mir.
Die letzten paar Wochen waren komisch. 12 Jahre Schullaufbahn sind zuende. Was jetzt?
Die Frage habe ich mir schon oft genug gestellt, und ich kam noch nicht auf eine Antwort. Ich denke aber, dass es zurzeit den meisten so geht. Ich mag mich nicht gerne auf einen festen Plan fixieren, weil ja mal so alles schief gehen kann, wodurch der "perfekte Plan" doch nicht mehr so perfekt ist. Dann steckt man in der Scheiße und denkt sich noch einmal: Was jetzt?
Ich habe mich im ganzen Prozess der Abschiednahme überraschend normal gefühlt. Im Moment hat mich das nicht getroffen. Es gab nur ein paar Augenblicke, die bei mir Rückblicke verursachten.
So zum Beispiel, als ich die Halle für den Abiball betreten habe. Wow, die Deko war zwar kitschig, aber süß. Trotzdem war es ein schöner, aber auch beängstigender Moment, weil ich bemerkt habe, dass wir alle ein großes Kapitel in unserem Leben gerade abschließen.
Auch alle Personen vereint und fröhlich zu sehen hat mich sehr gefreut. Bei jedem Gesicht kam mir eine individuelle Erinnerung im Sinn, und keine war davon schlecht.
Hab auch bemerkt, dass ich nicht bei so großen Feiern rein passe. Alles viiiel zu laut. Und auch etwas zu viele Menschen auf einem Haufen (!) :D
Ich bin immer etwas "spectator mode" bei solchen Ereignissen, denn yknow, zu viel und so.. Und es ist auch in Ordnung für mich, mir macht es trotzdem Spaß. Meine Laune geht nur flöten, wenn andere mir vorschreiben, wie ich mich verhalten soll. Nervig. Wenn mir gesagt wird.. ach egal. Ich fühls einfach nicht. Das war's.
Gut. Anderes Thema. Ich mag gerne meine Gedanken aufschreiben. Hat man eventuell gemerkt. Inzwischen schreibe seit einem Jahr ein tägliches Tagebuch. Es gefällt mir sehr, und es ist eine gute Momentaufnahme meines Mindsets
Ganz selten schau ich mal in die Sachen, die ich vorher geschrieben habe, und bin etwas schockiert. War ich immer so eingeschränkt? HAHAHA. Nein, es ist wirklich schlimm, glaubt mir. Und ich weiß, dass es schwer ist, den perfekten Ton auf Papier zu bringen, aber come on.
Ich schätze mal, dass es schwer ist, in der Vergangenheit weise zu wirken, wenn man nicht komplett allgemeine Aussagen raushaut. Ich mag gerne einfach irgendwelche Spekulationen aufschreiben. Es macht wirklich Spaß, man schließt quasi eine Wette mit sich selber und dem Schicksal
In letzter Zeit habe ich eine Mikrosucht entwickelt, die auch mit Weisheiten zu tun hat. Kennst du diese Kanäle, die alte Zitate vorlesen? So heftig, und so schlau. Wie konnte man damals so fucking weise sein? Mein Lebensziel wird wohl sein, auch so zu werden.
Mehr gibts für's erste nicht mehr. Haut rein.